
Technik: VoIP Fachbegriffe
Anbei finden Sie eine Auflistung gänger Fachbegriffe aus dem Netzwerk und VoIP Bereich und Ihre Bedeutung.
peoplefone GmbH

Cody Blaylock
Teamleiter Service
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Bandbreite
Für ein Gespräch in guter Qualität, benötigt es nicht viel Bandbreite, 150 Kilobyte permanent Up/Download genügen ausreichend. Diese muss aber für eine beinahe « Realtime Kommunikation» permanent zur Verfügung stehen. Die für die Übertragung der Sprachdaten benötigte Bandbreite ergibt sich unter anderem aus dem verwendeten Codec und dessen Bitraten, der Nutzlast pro Paket. ACHTUNG: Es ist wichtig, dass im Netzwerk immer ausreichend Bandbreite für die Telefonie zur Verfügung steht.
Latenz
Die Verzögerung bei der Übermittlung von Datenpaketen, auch Network Packet Delay genannt, beschreibt die Zeit, die ein Datenpaket benötigt, um von seinem Startpunkt durch das Netzwerk zu seinem Ziel zu gelangen. Jede Station auf dem Weg, wie Switches, Router, Firewalls oder Jitter-Puffer sowie die Länge des Wegs selbst erhöht diesen Wert.
Sprach-Codecs
Meistens werden beim Kodier Vorgang die analogen Signale nicht verlustfrei digitalisiert, sondern es wird eine Dynamikreduktion des analogen Signals sowie eine Datenkompression des digitalen Signals vorgenommen, die je nach Ausmaß und Verfahren zu Qualitätsverlusten bei der Rückwandlung des digitalen Datenstroms in die analogen Signale führt. Nicht nur die Tonqualität kann betroffen sein, auch die Kontinuität der Wiedergabe. Damit wird eine Verringerung der für die Übertragung des digitalen Signals notwendigen Bandbreite erreicht. Bitte beachten Sie die unterstützten Codecs von peoplefone und auch in manchen Fällen die Reihenfolge, wir empfehlen immer mit dem kleinsten «Qualität» zu beginnen.
Jitter
In der Netzwerktechnik bezeichnet Jitter die Varianz der Laufzeit von Datenpaketen vom Sender zum Empfänger aus Sicht der Anwendung. Jitter von mehr als 20 Millisekunden kann bei einer angenommenen Paketnutzlast von 20 Millisekunden an Sprachdaten zu Qualitätsproblemen bei der Sprachübertragung führen.
Paketverlust
Paketverlust bedeutet, dass ein Sender Pakete auf ihren Weg schickt, die auf Grund von Netzwerkproblemen nicht beim Empfänger ankommen. In der Praxis ist es dabei schwierig, Paketverlust als Ursache eines Problems zu erkennen. Denn jeder Codec geht mit Paketverlusten anders um. Beispielsweise könnte bei identischer Verlustrate die wahrgenommene Sprachqualität eines Codecs mit Datenkompression besser sein als bei einem Codec, der die komplette Bandbreite belegt.
Paketreihenfolge
Eine falsche Reihenfolge eingehender Datenpakete wirkt sich bei Sprach- und Videoübertragungen ähnlich wie Paketverlust aus. Wenn ein Paket außerhalb der Reihe eintrifft, wird es vom Endgerät standardmäßig verworfen. Denn es ist natürlich nicht sinnvoll, Sprachdaten in falscher Reihenfolge wiederzugeben.
Transcodierung
Unter Transcodierung versteht man die Umwandlung von Sprachsignalen beim Übergang von einem TDM «Time-Division Multiplexing» - zu einem IP-Netz und umgekehrt. Müssen während eines Gesprächs die Sprachdaten mehrmals umgewandelt werden – beispielsweise da beide Teilnehmer intern über IP telefonieren, der Anruf aber über das Festnetz vermittelt wird – verringert sich bei jedem Übergang die Sprachqualität. Dies lässt sich letztlich nur durch ein möglichst intelligentes Routing von Gesprächen lösen.
Echo
Für das berüchtigte Echo gibt es bei VoIP-Gesprächen zwei Ursachen: Akustisches Echo entsteht, wenn bei einem Telefon eine Rückkopplung zwischen Lautsprecher/Hörermuschel und dem Mikrofon auftritt. Leitungsecho hingegen entsteht bei unterschiedlicher Impedanz beim Übergang zwischen einem zwei- und vier drahtigen Netz, bei der Signalkonvertierung zwischen einem TDM-Bus «Time-Division Multiplexing» und dem LAN oder bei ungleicher Impedanz zwischen einem Kopfhörer und dessen Adapter.
SIP Call Session
SIP stehr für den englischen Begriff Session Initiation Protocol und ist ein Netzprotokoll, welches häufig beim Aufbau von Telefongesprächen über VoIP (Voice over IP) zum Einsatz kommt. Es ist eines von vielen Signalisierungsprotokollen, welche den Verbindungsaufbau sowie den Abbruch eines Gesprächs (Session) zwischen zwei oder mehreren Teilnehmern ermöglichen, findet jedoch in der IP-Telefonie besonders häufigen Einsatz.
Funktionsweise
Die Aufgabe des Protokolls ist vergleichbar mit der eines Telefonisten an der Schalttafel in den frühen Tagen der Telefonie. Seine Aufgabe war es, die Verbindung eines Gespräches zweier Teilnehmer herzustellen oder zu beenden, ohne jedoch für anderen Aspekte des Gesprächs zuständig zu sein. Auch der Aufbau einer verschlüsselten Verbindung dank Session Initiation Protocol Secure, kurz SIPS genannt, ist möglich.
Die SIP-Signalisierung ist dabei nicht für die eigentliche Übertragung von Sprachdaten verantwortlich. Diese läuft vielmehr getrennt über eine Reihe anderer Protokolle wie RTP (Real-Time Transport Protocol), welches die welches die Übertragung von Audio- und Videodaten – auch verschlüsselt als SRTP – sowie SDP (Session Description Protocol), welches Informationen zu IP-Adressen und Ports enthält und die Verwendung von entsprechenden Codecs aushandelt.
Textbasiert und vergleichbar mit HTTP (Hypertext Transfer Protocol) oder SMTP ist SIP deutlich flexibler und einfacher einzusetzen wie zum Beispiel H.323. Ähnlich HTTP arbeitet auch das Session Initiation Protocol mit URIs (Universal Resource Identifiers), um User eindeutig identifizieren zu können. Diese Ähnlichkeit hilft auch bei der Integration mit anderen Internet- und lokalen Netzwerk-Anwendungen. Die meisten Endgeräte mit Internetanbindung – darunter IP-Telefone, Gateways und Smartphones – sind heute in der Lage, über SIP miteinander zu kommunizieren.
Das von der IETF (Internet Engineering Task Force) entwickelte Protokoll ist im RFC 3261 definiert. Dies ist für die VoIP-Telefonie sehr bedeutend, denn die Definition von Methoden und Funktionen dieses Standards sowie seine konsistente Weiterentwicklung erlaubt einen vielfältigen Einsatz – egal auf welchem Betriebssystem oder in welcher IT-Infrastruktur. Proprietäre Systeme dagegen weisen viel höhere Unsicherheit auf, bei der Frage ob sie stets gleich funktionieren. Insbesondere durch die Digitalisierung und Mobilisierung von Unternehmen eignet sich SIP als Standardprotokoll für die Kommunikation von unterschiedlichen Standorten über verschiedene Endgeräte und nutzt dabei erhebliche Skalen vorteile aus.
Anruf Aufbau

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